Sonntag, 25. März 2007

25.03.2007

Dere,


heute war es so weit. Nach 5 Monaten Vorbereitung sind wir heute zum Halbmarathon nach Stafford gefahren.

Nachdem ich gestern noch einmal kurz auf einen Teller Nudeln bei den Indern vorbei geschaut habe, und dabei die Sita einen sehr sehr nervösen Eindruck gemacht hat, war spätestens am Start all die Nervosität dem Tatendrang gewichen.

Nach dem Startschuss gings dann auch gemächlich mit der ganzen Menschenmasse (1323 Starter) auf die ersten Meilen. Die machten auch noch richtig Spaß. Eine menge Supporters auf der Strecke, die alle anfeuerten und ihr bestes taten um den HM zu einem Erlebnis werden zu lassen.

Mit den weiteren Meilen wurden es dann aber auch immer weniger Leute und auch die vorher komplett gesperrte Straße wurde wieder von immer mehr Autos in Anspruch genommen. Erst stand uns noch eine ganze Straßenseite zu Verfügung, bald aber nur noch der Gehweg, was ziemlich nervig war, weil auf den ersten paar Meilen das Feld ja noch ziemlich dicht ist, und man ständig überholt oder überholt wird. Wenn dann auch noch Zuschauer auf dem Gehsteig waren, musste immer wieder auf die Straße ausgewichen werden, was natürlich bei, zwar langsamen, aber doch tüchtigem Verkehr nicht ganz ohne Risiko ist.

Nach einem Kreisverkehr tat sich plötzlich vor uns eine Wand auf. Huch, was ist dass den, denk ich mir, im Internet stand doch, ein flach Kurs, der zu Bestzeiten einlädt. Naja, den haben wir dann in gutem Tempo mitgenommen, und uns auf die weitere Strecke gefreut.

Leider sollte es nicht der einzige Hügel bleiben, denn immer wieder wurde die Streck hüglig und blieb nicht flach, wie ausgeschrieben. Das machte vor allem meiner Laufpartnerin sehr zu schaffen. Aber wenn eine rotgesichtige Inderin neben dir läuft, das hat auch was :-D Unglücklicherweise, verschossen wir doch auf den zahlreichen Bergen ein paar Körner zu viel und ab Meile 10 wurde es dann deutlich härter. Immer wieder hörte ich "Please Rudi, slow down!" oder "How long to go?"

Schlussendlich haben wir es dann doch geschafft. Unsere Zielzeit von 1:57:43 ist sicherlich ausbaufähig, aber nach dem ansprechenden Kurs und einem Trainingsfehler, durchaus annehmbar. Am Samstag hab ich nämlich mit meinem neuen Laufcomputer noch einmal unsere Strecke vermessen, und da ist rausgekommen, dass unsere Runde nicht 2,8 sondern 2,6 Kilometer lang ist.

Auf jeden Fall hat es uns beiden Spaß gemacht, und die Sita hat das Wettkampffieber jetzt auch ein wenig gepackt. Sie macht bereits Pläne für den nächsten Halbmarathon, den sie dann aber schneller, und vor allem flach laufen möchte.

Und zum Schluss, noch ein Foto, nach dem Zieleinlauf, dass zeigt, wie anstrengend es doch war...

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